Dr. Andrea Hötger Supervision Coach Paderborn Borchen

KristallNichts ist gerade normal. Wir können kaum weiter machen wie bisher. Das ist ein Fluch und bisweilen auch ein Segen. Arbeit will neu sortiert und priorisiert und anders angegangen werden. Eine Herausforderung, in der auch eine Chance neuer Fragen liegt: „Was soll ich tun?“ – STOP, das ist die falsche Frage. Sie richtet ihr Augenmerk nur nach außen. Motivation geschieht jedoch durch Intention, durch meinen inneren Leitfaden. Also lautet die Frage: Wovon bin ich überzeugt, dass es wirklich wichtig und sinnvoll ist, es zu tun?

Und:
Wie kann ich meine Aufgaben tun, damit sie mir wirklich gerecht werden?

Hier habe ich eine kleine Hilfe, nach welchem Maßstab wir unser Handeln ausrichten könnten. Ich habe diese Intervention von Gunther Schmidt aus einem Seminar mitgebracht und etwas ausbuchstabiert – und ich liebe sie:
Nehmen Sie sich doch bitte einen Zettel und einen Stift parat. Besser ist noch ein Buch, in dem Sie wichtige Dinge, wie z.B. Ihre Selbstmanagementstrategie für sich notieren (in der Priming-Forschung wurde nachgewiesen, dass die Schwere des Papiers Auswirkungen auf die Gewichtigkeit des Geschriebenen hat!).
Ich nehme an, Sie sind eine bedingungslos wertvolle Person. Nehmen Sie diese Aussage einmal als Maßstab Ihres Handelns und beantworten Sie auf dieser Grundlage nur für sich folgende Fragen:
„Woran würde ich erkennen, dass ich eine bedingungslos wertvolle Person bin? Wie würde ich dann mit mir umgehen? Wie wäre dann mein Blick in den Spiegel und mein innerer Monolog dazu? Wie würde ich meine Mitbewohner*innen und Kolleg*innen begrüßen? Worauf würde ich bei der Arbeit achten? Welche Priorität würde ich setzen? Welche „Zutaten“ würde ich auf jeden Fall in den Tagesablauf einbauen, um zu erkennen, dass ich eine bedingungslos wertvolle Person bin? Welche Einflüsse von außen hätten bei mir keine Chance anzukommen? Welche umso mehr? Woran würde ich es außerdem merken? Wer außer mir würde es dann noch merken, dass ich eine bedingungslos wertvolle Person bin? Woran? Woran noch? Und wie würde sich das noch weiter auswirken?“
Sollten nun noch andere Stimmen auftauchen, die ein „aber“ beinhalten, so nehmen Sie sie wahr. Sie sollten sie jedoch nur als Besucher behandeln. Und – falls Ihnen das alles ein wenig zu viel des Guten erscheint. Sie müssen es nicht 100% ernst nehmen. Es ist ja nur ein Gedankenexperiment….oder?

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